#1

Positives Denken

in Mental & Physisch 11.09.2016 21:45
von edward • 2.393 Beiträge

Positiv Shooting - oder positives Denken
Ich kann´s ja nicht lassen als neugieriger und unbelehrbarer Mensch ;-) nur ist das Thema so spannent das es nicht aus dem Kopf geht. Ich glaube die Chirurgen haben einen Chip in meinen Kopf ein gepflanzt.
Spaß beiseite Ernst komm her: Das berühmte Positive Denken ist nicht neu und viel Tinte ist vergossen worden. Gott sie Dank gibt es Köpfe die die Sache näher auf den Grund gehen. Wie zB Gabriele Oettingen, Professorin für Psychologie. Wer sie einmal reden hörte ist faziniert. Ihr Buch " Sie Psychologie des Gelingens " habe ich nicht gelesen , (ist mir auch neu) kann ich mir als sehr aufschlußreich vor stellen. Zumindest was ich von ihr gehört habe.
Lange Rede kurzer Sinn: Nur Positiv Denken ohne greifbare Erfolge geht nicht.
Daher Entwickelte sie den "Woop". Erst mußte ich lachen, fand ich lustig. Das verging mir aber als ich merkte das ich Betroffener bin. Was ist das ?
„Wish, Outcome, Obstacle, Plan“ Übersetzt " Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan“.
Das kam mir sehr bekannt aus der Neuropsychologie vor. Der Punkt ist: Positives Denken kann kontraproduktiv sein. Wenn nähmliches nix passiert.
Positives Denken muß zum Erfolg führen. Ansonsten ist das Glas nicht halb voll sondern halb leer.
Fünfzig % der Tontauben geschossen - ist das Glas halb voll oder halb leer ?
Das erstmal nur zum Vorwort - ein Thema welches sich lohnt näher zu betrachten.
Edward


be fair

zuletzt bearbeitet 08.01.2017 22:14 | nach oben springen

#2

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 04.10.2016 23:03
von edward • 2.393 Beiträge

Nur Positives Denken ( kann auch als Wunschdenken benannt weren) ist laut Prof. Oettingen kontraproduktiv. Dem stimme ich als " Nichtexperte" vollkommen zu. Das Risiko der Selbstüberschätzung ist gegeben denn : "Wünsche müssen erfüllbar sein". Wen dem nicht so ist kann es eine eitere Motivation zum weiteren ( notwendgen) Handeln mehr als im Wege stehen. Etwas banal formuliert: Wir "werden zum Traumtänzer". Eben "Positives Denken", welches sich auf Wünsche ohne Erkennung der "Hindernisse" und deren Vernichtung in Frustration umwandeln wird.
Das Erkennen von Hindenissen ist ein entscheidender Punkt: "mentales Kontrastieren" ( Oettingen).
Daraus ergibt sich eine entsprechende Strategie.
( Das kann ich sehr gut nachvollziehen als "Betroffener" nach einer Hirn OP da ich diese Strategie - deduktives Denken- (komme ich noch drauf zurück) - mir wieder an eignen mußte).
Eine sehr kurze banale Erklärung des "WOOP":
Wenn ich weiß das eine 2 stündige oder längere Autofahrt mein Ziel (zer-) stört - zB erfolgreich an einem Tunier teil zu nehmen - ist es ein Wunsch der sich nicht erfüllen wird.
Wünsche sind schön ( Stressabbau - von vielen Psychologen angewand ). Aber das Abrutschen in die Frustration kann schnell gehen.
Positives Denken - Kontraproduktiv - leuchtet mir ein aber ist mir etwas zu " Wissenschaftlich" und die Umsetzung setzt umfangreiches Wissen vorraus und das ist eine andere Form von "kontraproduktiv". Das wird auch von Experten bemängelt betr. ihres Buches.
Die recht einfache Methode des Deduktiven Denkens ist mir verständlicher da nach voll ziehbar.
Das Gegenteil ist Induktives Denken. Das ist Verallgemeinerung woraus sich erst logische Fakten und ergebnisse ab leiten lassen.
Das ist u.a.in der Mathematik immer der Fall ( daher mußte ich im Psychomentalen logisch mathematische Lösungen finden die in einem Text lagen).
Aber ich schließe das Thema hier - sollte auch nur ein Denkanstoß sein - und komme zurück zum sportlichen / mentalen Training.
Und da Schiessen - insbsonders Wurfscheiben schiessen - eine Kopfsache ist ( Kombination von Auge / Hirn und Extremotäten stehen Erfolge in einem etwas anderem Zusammenhang.
Da komme ich noch mal auf Mark Lauren zurück. Und es gibt noch etwas ganz anderes zu berücksichtigen: das " Bauch Gefühl ". Und ob man es glaubt oder nicht: Der Bauch bestimmt nicht unerheblich die Funktion des Hirns. Subjektiv wissen wir das. Da steckt aber mehr dahinter.
Dazu später ein paar Erläuterungen.
In einer alten Ausgabe der "Shooting Times " von 1996 schreibt Michael Jardley einen Art über den Schützen selbst und sein Equipment. Einmal zum Schützen: Dein Wille zum guten nützlichen Vorteil ( beneficial to health ) beim Schiessen - bleibe fit in deinem Leben ( etwas holprich von mir übersetzt).
Und er gibt nützliche Tips die einfach um zu setzen sind. Wandern, Joggen, Schwimmen weiteren Sport. Ist halt " a matter of willpower".
Erstmal Schluß für heute - das genügt erstmal
Edward


be fair
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#3

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 18.12.2016 21:25
von edward • 2.393 Beiträge

Erstaunt war ich über den Art. in der "Flinte" 6/2016 : "Aktivierung und Leistung", auf der letzten Seite. Persöhnlich gesehen - ein ziemliches Wirrwar welches ich mir 3x durchlesen mußte und dennoch nicht verstand. Zwar ganz interessant die vielen infos - aber um setzen muß man sie. Zumindest verstehen. Aber dazu muß man erstmal viel Literatur durch ackern. Das macht wenig Sinn und wird auch kaum jemand tun.
Der Anfangs-Art. ist Thorsten Loch entnommen : http://www.die-sportpsychologen.de/profile/thorsten.loch/
Der weist auch auf Bolt hin und den erwähnten Hain ( Hain/Raglin) und Yerkes und Dodson usw usw.
Es geht ja primär um - banal formuliert - Ablenkung im Wettkampf. Das nennt sich hier jetzt " IZOF ". Und ist nix anderes als eine mentale Einstellung sich auf ein ( event. störendes) Umfeld während des Wettkampfes ein zu stellen. Weil das sehr verschieden gehandhabt bzw gesehen wird habe ich schon oft bei verschiedenen Schützen beobachtet. Da gibt es extrem individuelles Verhalten.
erwähnt wurde auch " kognitive Bewertung", das heißt: " Wahrnehmen, Denken, Erkennen ".
Erwähnt hatte ich auch das "Deduktive " was heißt Schlußfolgerung ( Folgerung aus vorherigen Erfahrungen).
Diese Schlussfolgerungen sind - finde ich - eine ganz wichtige Sache. Und recht einfach zu erkennen. Und geht auch sehr synonym mit dem WOOP ( siehe vorherigen Art) wo ich vieles " hinein packen kann ohne mich mit dutzenden von schwer verständlichen Autoren herrum schlagen zu müssen.
Kurz und gut: ich kann mit der IZOF nicht viel an fangen. Da finde ich keine wirklich praktische Umsetzung.
Mir geht es ansich um einfache verständliche Umsetzung und dazu muß man ein wenig dieses Wirrwar durch forsten um eine möglichst pragmatische verständliche Umsetzung zu finden die auch individuell zu geschnitten werden kann.
Irgentwann wenn ich Zeit finde werde ich mal versuchen das auf einen Nenner zu bringen.
Edward


be fair

zuletzt bearbeitet 08.01.2017 22:12 | nach oben springen

#4

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 19.12.2016 13:54
von Gentleman • 1.535 Beiträge

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Ich muss auch sagen, dass Ganze war sehr wissenschaftlich ausgelegt. Eine etwas einfachere Formulierungen hätten es auch getan.

Selbstvertrauen.....

..... nichts schadet gutem Schießen mehr als mangelndes Selbstvertrauen. Auf dem Schießplatz ist es manchmal geradezu erschütternd, die Auswirkungen von zerrüttetem Selbstvertrauen zu beobachten.
Kennt ihr Choke-Patronen- oder Schaft-Hypochonder? Also Schützen, die immer wieder Veränderungen an ihrer Flinte vornehmen? Mal ist es die zu geringe Schränkung, dann wieder die Chokebohrung, schließlich die falsche Patrone mit zu geringer Ladung. Immer haben diese Schützen ein offenes Ohr für die gutgemeinte Kritik Ihrer Kollegen. Jederzeit sind sie bereit, etwas an Material oder Technik zu verändern. Nichts als mangelndes Selbstvertrauen! Man nehme sich eine gutliegende Flinte und die passenden Patronen und erarbeite sich eine einwandfreie Technik und pfeift auf die gutgemeinten Ratschläge! Man wird mit zunehmender Übung immer besser schießen, und nichts stärkt das Selbstvertrauen eben mehr als Treffer.

„Frisch gewagt! Wer die Flinte mit Zagen und Bangen führt, den lässt sie im Stich!“ Eine reduzierte Senkung, ein Rückstoßminderer oder gar eine neue Flinte wäre unter diesen Umständen der falsche Ansatz.

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Beim Flintenschießen, wird zuviel theoretisiert und zu wenig geschossen.
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#5

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 19.12.2016 17:54
von F-Thrawn • 124 Beiträge

Das Thema ist die selbsterfüllende Prophezeihung.....wenn ich daran zweifle, dass ich die Taube treffen kann dann sinkt die Chance auf einen Treffer auf unter 50%. Ich habe dieses Jahr mehrere Leute kennengelernt die regelmässig sagen, dass Sie keinen Trap Tauben treffen können.

Wenn es dann an einen Stand mit Trap Tauben geht geht das Gemurmel los wie sehr Sie Trap tauben hassen etc etc. Dass dann meist gefehlt wird ist selbstverständlich.

Ich habe für mich selbst festgestellt, dass ich mir nur sicher sein muss die Taube problemlos vom Himmel zu holen zu können dann steiger ich die Wahrscheinlichkeit auf über 80%. Ich habe dann schon beim Aufnehmen der Taube ein gutes und sicheres Gefühl.

Umgekehrt ist es wenn ich Zweifel zulasse....Unsicherheit schon beim ersten Blickkontakt und max. 50:50 Chancenverwertung ohne dass ich hinterher weiss warum ich vorbeigeschossen habe.

Traptauben waren bei mir zu Anfang der Saison auch ein Graus, mittlerweile schieße ich so gut wie keine mehr vorbei, einfach weil ich weiss dass ich Sie treffe, selbst einen verrutschten Anschlag kann ich damit ausgleichen. Auch die Chokewechselei klemme ich mir seit einigen Wochen komplett, ich überlege sogar auf zwei identische Chokes umzusteigen um eine weitere Kopf Komponente zu streichen.

Ich kann Thorsten also nur beipflichten, Selbstvertrauen ist bei dem ganzen Spiel der Schlüssel.

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#6

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 28.12.2016 07:47
von Gentleman • 1.535 Beiträge

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Dazu ein interessanter Artikel von Markus Urs Felder mit den Titel "Der Kopf und die Flinte".....


Warum entgeht uns an einem guten Tag auch das schwierigste Ziel nicht und am nächsten scheinen die Patronen mit Sand geladen? Stellung, Schwung und der richtige zeitliche Ablauf scheinen korrekt, nur die Treffer bleiben aus. Wie ist das möglich? Offenbar existiert jenseits einer einwandfreien, gefestigten Technik noch eine andere, nicht minder wichtige Ingredienz. Bezeichnen wir sie als Stimmungslage. Dieser Gemütszustand ist zunächst abhängig vom körperlichen Wohlbefinden. Albert Preuß merkte dazu in seinem um 1900 erschienenen „Lehrbuch des Flintenschießens“ treffend an: „Sieht man von außergewöhnlichen Verhältnissen ab, so gilt Mäßigkeit und solider Lebenswandel als die erste Grundbedingung für gute Schießleistung“. Wo also blüht das mentale Pflänzchen, das über Treffen oder Fehlen, Sein oder Nicht-Sein entscheidet? Ist es „der Wille zu Treffen“, „geistige Präsenz mit einem Quentchen Aggressivität und Ehrgeiz“, oder gar „durch Begeisterung inspirierter Eifer“? Wohl von allem etwas. Unentschlossenheit, Unsicherheit, übertriebene Vorsicht, Mangel an Ehrgeiz, negative Autosuggestion im Sinne von „treff ich sowieso nicht“ mögen auf der anderen Seite der Skala zu finden sein. Natürlich sind letztere Eigenschaften nicht nur dem guten Flintenschießen hinderlich, sondern dem Erfolg und guten Gelingen im Allgemeinen. Oft stellt man ja fest, dass ehemals gute Schrotschützen nur noch Löcher in die Luft schießen, wenn es im Beruf oder im Privatleben nicht mehr rund läuft. Hinterfragt man das eigene Schießen mit der Flinte unter diesem Aspekt, werden die Zusammenhänge oft klarer und geben die Richtung der möglichen Korrekturen an: Die Flinte als Instrument der Selbsterkenntnis. Die psychologischen Aspekte des Flintenschießens sollten nicht vernachlässigt werden. Ist die Technik durch fleißiges Üben in die unbewussten Gefilde von Hirn, Nerven und Muskeln abgesunken, entscheidet die psychische Verfassung des Schützen zu 80 Prozent über Erfolg oder Misserfolg. Mehrere Dinge sind es, die einem technisch sicheren Flintenschützen helfen können, besser zu treffen.

Das Selbstvertrauen:
Nichts schadet gutem Schießen mehr als mangelndes Selbstvertrauen. Auf dem Schießplatz ist es manchmal geradezu erschütternd, die Auswirkungen von zerrüttetem Selbstvertrauen zu beobachten. Kennen Sie Choke-Patronen- oder Schaft-Hypochonder? Also Schützen, die immer wieder Veränderungen an ihrer Flinte vornehmen? Mal ist es die zu geringe Schränkung, dann wieder die Chokebohrung, schließlich die falsche Patrone mit zu geringer Ladung. Immer haben sie ein offenes Ohr für die gutgemeinte Kritik Ihrer Kollegen. Jederzeit sind sie bereit, etwas an Material oder Technik zu verändern. Nichts als mangelndes Selbstvertrauen! Versehen Sie sich mit einer gutliegenden Flinte und den passenden Patronen, erarbeiten Sie sich eine einwandfreie Technik und pfeifen Sie auf die gutgemeinten Ratschläge! Sie werden mit zunehmender Übung immer besser schießen, und nichts stärkt das Selbstvertrauen eben mehr als Treffer. „Frisch gewagt! Wer die Flinte mit Zagen und Bangen führt, den lässt sie im Stich!“ Eine reduzierte Senkung, ein Rückstoßminderer oder gar eine neue Flinte wäre unter diesen Umständen der falsche Ansatz.

Treffer müssen zur Gewohnheit werden. Das Training muss unbedingt wiederholte Erfolge ermöglichen. Nichts schwächt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten mehr, als kontinuierlicher Misserfolg ohne Aussicht, die Ursache der Fehlschüsse zu erkennen und auszumerzen.Der gerne erteilte Rat mit der Wagenladung Patronen, die verschossen werden müsste, bis es klappt, ist ineffizienter Unsinn.Beginnen Sie also mit den Tauben, die Sie in der Regel wiederholt treffen. Auch der Anfänger hat nach wenigen Lektionenseine Lieblingstauben. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad nach Belieben und beenden Sie die Trainingsstunde immer mit einigen Treffern. Das Üben ohne Begleitung wäre für viele Schützen das Richtige. Auf einem idealen Übungsgelände ist der Schütze nach Wunsch allein unterwegs und löst die Tauben zum Beispiel über ein Pedal aus. Der Schütze stellt sein eigenes Programm nach Trainingsziel oder Tagesform zusammen, und niemand stört die Konzentration. Im Gegensatz dazu gibt es natürlich jene, die nur im Wettkampf ihr Bestes leisten oder wenn sie eine Korona von Bewunderern hinter sich wissen. Diese Könner haben aber offensichtlich kein Problem mit dem Selbstvertrauen, und es sind vor allem Routiniers, keine Anfänger.
Auch vor dem Schießen könnte man dem Selbstvertrauen etwas auf die Sprünge helfen. Die so genannte Schatzkästlein- Methode („Treasure Box“) beschwört das Gefühl eines vergangenen Erfolges herauf. Auf welchem Feld man den entsprechenden Sieg errungnen hat, ist nicht unbedingt von Belang. Man versucht, sich lediglich in möglichst allen Einzelheiten an den mentalen Zustand, das „Gefühl“, während und bei der Ausführung der entsprechenden Tätigkeit zu erinnern. Die dabei freigesetzte „positive Energie“ lässt für Zweifel und Selbstanklage keinen Raum mehr und führt kurzzeitig zu entschlossenerem, selbstbewussterem Handeln. Wie oft haben Sie nach einem Fehlschuss aus dem ersten Lauf mit Energie und Entschlossenheit durch denzweiten das Ziel getroffen? Natürlich weiter entfernt und vielleicht in schwierigerem Winkel? Dieser entschlossenen Energie gilt es nachzuspüren!

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Beim Flintenschießen, wird zuviel theoretisiert und zu wenig geschossen.

zuletzt bearbeitet 28.12.2016 07:57 | nach oben springen

#7

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 28.12.2016 18:51
von edward • 2.393 Beiträge

Urs Felder ist einer der wenigen die über den Tellerrand hinaus schauen. Auch wenn ich die wenigsten instructors kenne. Aber was er schreibt "erkenne" ich wieder.
Die gute alte "Fürstenberg-Schule". Und den hatte ich kennen gelernt. Leider habe ich es nicht sehr sinnvoll genutzt.
Edward


be fair

zuletzt bearbeitet 29.12.2016 20:48 | nach oben springen

#8

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 29.12.2016 06:26
von Gentleman • 1.535 Beiträge

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...und es geht noch weiter...

Freude und positive Grundstimmung:
„Wer missgestimmt und sorgenschweren Gemüts ist, der lasse die Flinte am Nagel hängen“, empfiehlt das Lehrbuch um 1900. Heute reicht der Nagel aus Sicherheitsgründen nicht mehr, den Rest aber könnten wir getrost beherzigen. Bitte erinnern Sie sich daran, dass Flintenschießen eigentlich Spaß machen soll. „Freude macht zu allem Tun geschickt“, wie Wilhelm Frhr. v. Humboldt, Bruder des bekannteren Alexander, einst sagte. Vor allem nicht überängstlich sein! Das ist zugegeben nicht einfach, weil Sie vielleicht befürchten, durch eine schlechte Vorstellung Hohn und Spott auf sich zu ziehen, oder als Gast bei der nächsten Jagd nicht mehr eingeladen zu werden. Versuchen Sie nichtsdestotrotz einen gewissen Gleichmut zu pflegen und die übrigen Schützen nicht als Gegner zu betrachten. Auch Treiber, Lader oder Zaungäste sind in der Regel nicht Ihre Todfeinde, die nur begierig auf Fehler warten, um sich über Sie lustig zu machen. Viele Fehlschüsse haben ihre Ursache tatsächlich in dieser „überängstlichen Besorgtheit“. Kultivieren Sie eher eine „Was solls!“-Grundstimmung. Dieser philosophische Ansatz entspringt dem richtigen mentalen Stellenwert von Treffen und Vorbeischießen. Je älter man wird, desto philosophischer und unverkrampfter kann man sein Tun betreiben. Diese Gelöstheit gibt Raum für Spontanität und intuitives Handeln, hier also Schießen, und macht das vielleicht nachlassende Augenlicht oder die langsameren Reaktionen mehr als wett. Einige plädieren übrigens für ein Quentchen kontrollierten offensiven Zorns auf das nächste Ziel, wenn Sie bei den letzten tüchtig gepudelt haben. So nach dem Motto „Dich wisch ich vom Himmel!“ Dann werfen sie aus der Drehung die Flinte an die Schulter, schwingen durch, schießen und treffen! Eine gute Kur gegen das Stochern. Verwechseln wir dieses Gehabe aber nicht mit wirklichem Verlust der Selbstbeherrschung, die einerseits selbstverständlich ungebührlich ist und uns andererseits auf unsere schlechtesten Gewohnheiten zurückwerfen würde. Die Psychologie des Flintenschießens hat halt genauso viel damit zu tun, was man nicht denken soll, wie damit, was man denken soll.

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Beim Flintenschießen, wird zuviel theoretisiert und zu wenig geschossen.
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#9

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 29.12.2016 21:07
von edward • 2.393 Beiträge

Ich sage eines : Das sollte sich jeder 2x gut durch lesen. Und wenn man ehrlich zu sich selber ist erkennt man vieles - sehr vieles - wieder. Schon die Altvorderen - die die jungen Leute heute oft nicht ernst nehmen wußten wo es lang geht. Faszinierent ist das viele Altvorderen ihr perfomance level immer halten konnten. Da kenne ich einige junge Super schützen die plötzlich so abbauten das sich alle wunderten.
Aber im Detail werde ich - aus eigener Erfahrung - nochmal auf das ein und andere ein gehen.
So manches spannende Thema muß man zwischen den Zeilen lesen.
Edward


be fair
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#10

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 30.12.2016 06:18
von Gentleman • 1.535 Beiträge

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Ja ein interessantes Thema, Markus Urs Felder schreibt in seinem Artikel " Die Flinte und der Kopf " weiter......

Konzentration:
Die zweite mentale Ingredienz ist die Konzentration. Konzentration aufs Ziel! Nicht auf den letzten Fehler nicht auf die übernächste, besonders schwierige Taube – uneingeschränkte Konzentration auf die kommende, die nächste Taube. Dabei werden immer wieder Störfaktoren auftreten. Es gilt, die Fähigkeit zu wecken, diese Störfaktoren auszublenden und sich auf das Ziel und die Aufgabe zu treffen, zu fixieren und so das kleinstmögliche Bild im „Visier“ zu haben. Auf der Jagd ist dies zunächst ungleich schwieriger als auf dem Wurftaubenstand. Wie in aller Welt soll man sich auf eine Ente konzentrieren, die noch gar nicht zu erscheinen gedenkt? Das ist wohl nicht oder zumindest nicht sehr lange möglich. Entspannte Bereitschaft ersetzt hier bis zum Auftauchen des Vogels verkrampfte Konzentration. Gibt er sich dann aber die Ehre, gilt ihm und nur ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit. Jeder Gedanke an die richtige Fuß-Stellung, die Position der Läufe zum Ziel oder ähnliche, sonst durchaus lobenswerte Reflexionen sind nun fehl am Platze. Alle Sinne sind nach Außen gerichtet – nicht mehr denken, sondern intuitiv und spontan agieren! Schwächen, wie unpassende, einengende oder der Witterung nicht entsprechende Kleidung, schlechtes Schuhwerk, nicht passende Flinte und so weiter können dagegen schnell erkannt und eliminiert werden. Hunger, Durst – auch kein Problem. Was aber tun mit unangenehmen Jagd- oder Wettkampfgenossen, Nervosität, Angst, Anspannung? Die Sportpsychologie zeigt mannigfaltige Wege auf, wie störende Einflüsse ausgeblendet und die Konzentration auf die anstehende Aufgabe fokussiert werden kann. Die einfachsten Methoden sind dabei oft die besten.

Visualisieren:
Ein bekannter Flintenschütze pflegte zu sagen: „Wissen Sie, ich schieße jeden Morgen 25 Tauben in meinem Kopf. Und wissen Sie was? Ich treffe sie alle – und zwar genau im Zentrum.“ Stellen Sie sich in Gedanken ein paar Meter neben sich und beobachten Sie, wie Sie eine um die andere Taube in guter Technik zu Staub zerschießen. Wenn Ihnen das Mühe bereitet, stellen Sie sich vorerst nur die Flugbahn und die zerplatzende Taube oder die fallende Ente vor. Üben Sie in diesem Sinne täglich ein bisschen und lassen Sie dann Ihre Gedanken Wirklichkeit werden! Nach den neuesten Erkenntnissen der Forschung ist für das Gehirn die gedankliche Simulation einer Handlung dasselbe, wie deren Ausführung. Eine durchaus kostengünstige Variante des Trainings.

Atemtechnik:
Gegen die Nervosität während des Schießens gibt es noch ein weiteres probates Mittel – die richtige Atemtechnik. Entspannen Sie Nacken, Schultern, Rücken und Bauch. Konzentrieren Sie sich auf die Atmung. Atmen Sie langsam und bewusst in den Bauch hinein, so dass sich die Bauchdecke hebt und senkt. Atmen Sie dann vom Bauch weiter in den Brustkorb hinein (der Brustkorb weitet sich) und atmen Sie langsam aus. Wiederholen Sie den Zyklus, bis Sie eine deutliche Beruhigung spüren. Mit einiger Übung reicht ein Zyklus aus, um aufkeimende Nervosität in den Griff zu bekommen.

Meditation:
Verschiedene Techniken führen zu einer Beruhigung der hektischen Alltagsgedanken hin zu einer ruhigen, entspannten Grundstimmung. Gut für all diejenigen, die dauernd mit einer Art Verkrampfung und Anspannung zu kämpfen haben, sobald Sie eine Flinte in den Händen halten. Auf einzelne Meditationstechniken einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Beachten Sie die zahlreich erschienene Literatur zum Thema. Diese Dinge sind, zugegeben, nicht jedermanns Sache, aber unvoreingenommen praktiziert, können sie helfen, Schwächen zu lindern oder zu überwinden.

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Beim Flintenschießen, wird zuviel theoretisiert und zu wenig geschossen.

zuletzt bearbeitet 30.12.2016 06:19 | nach oben springen

#11

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 31.12.2016 18:09
von edward • 2.393 Beiträge

"Wer mit sich nicht im reinen ist, wird nichts treffen", sagt Felder.
Wie wahr ! Nur schwer um zu setzen - denn Wer ist das das schon ?
Wie auch immer - wo ein Wille ist ist eine Lösung. Viel viel Theorie - wo ist die Umsetzung ? Felder hat schon einige Denkanstöße gegeben. Die Umsetzung - da sollte ein neues Thema beginnen. Das wird nicht ganz einfach sein denn in diesem Bereich werden die persönlichen Meinungen stark aus einander gehen.
Das wird abhängig vom eigenen Lebensweg, Charakter und Erfahrungen sein. Und natürlich von mentaler und physischer Form bzw Stärke.
Der Wille " ich will treffen " ist gut und notwendig; reicht aber allein nicht zur gewünschten Leistungssteigerung. Da spielen einige factoren wie " körperliches und mentales Training " Entspannung, Atmung und natürlich auch Essen und Trinken eine wichtige Rolle.
Factoren die in allen anderen Sportlichen Disziplinen ein nicht zur Seite schiebener factor ist.
Das ist wchwieriger als dass Verstehen der vielen wissenschaftl. erwähnten Untersuchungen und Methoden.
Aber versuchen wir doch mal der Theorie eine umsetzbare Grundlage zu geben.
Das wird sicher nur gemeinsam gelingen.
Edward


be fair
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#12

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 01.01.2017 15:36
von Gentleman • 1.535 Beiträge

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Zitat von edward im Beitrag #11
" Viel viel Theorie - wo ist die Umsetzung ? Felder hat schon einige Denkanstöße gegeben. Die Umsetzung - da sollte ein neues Thema beginnen..............Aber versuchen wir doch mal der Theorie eine umsetzbare Grundlage zu geben.
Das wird sicher nur gemeinsam gelingen.
Edward



Auch hierzu hat Markus Urs Felder einen Lösungsansatz. Werde ich die Tage mal einstellen. Aber als neues Thema, sozusagen der praktischer Teil.





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Beim Flintenschießen, wird zuviel theoretisiert und zu wenig geschossen.

zuletzt bearbeitet 01.01.2017 15:38 | nach oben springen

#13

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 14.01.2017 22:58
von edward • 2.393 Beiträge

" Toleriere weder selektive Gelehrsamkeit noch akademische Arroganz "
Genau das sollte sollte uns bewußt sein.
Vieles hatte ich bzw wurde angesprochen. Gut so. Vieles ist lohnenswert zu überdenken. Vieles überflüssig. Dennoch: Lesen, überdenken und abhaken.
Abhaken ? Keine Sorge, denn unser Gripskasten ist darauf aus gelegt so manches zu speichern.

„Wish, Outcome, Obstacle, Plan“ Übersetzt " Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan“. Prof. Oettingen - Pos. Denken - kontraproduktiv - Vorstellung trift nicht auf ein Ergebniss.
Deduktives und Induktives Denken:
Deduktiven Denken durch das Erkennen einer logischen Regel und einer gegebenen Bedingung, eine Schlussfolgerung auf die logische Konsequenz (Wirkung) stattfindet.
Da aus Einzelfällen abgeleitet wird ist die Schlussfolgerung möglicherweise nicht wahr, allerdings können neue Erkenntnisse gewonnen werden. Das induktive Denken ist für uns nicht relavant - eine Erkenntniss, Ergebniss oder Schlussfolgerung ist offen.
Michael Draksal: " Mentale Wettkampfvorbereitung ". Sehr Umfangreich, Lohnenswert aber Zeitaufwendig.
Und natürlich Michael Jardley mit seinem Positiv Shooting. Und der ist immer lesenswert da er - meiner Auffassung nach - ziemlich der einzige ist der die Psychologie - das Mentale - sehr genau beleuchtet. Bei uns immer noch sehr verkannt: " The Psychology of Shooting ".
Gehe ich nicht weiter darauf ein.
Aber auf einen gehe ich ein: Mark Lauren; erwähnte ich auch schon. Training mit dem eigenen Körpergewicht. Konditions - und Muskelaufbautraining ist bei Sportschützen ( abgesehen von den Halb/Vollprofis) wie eben auch das mentale Training nicht sehr populär; ja, wird sogar als überflüssig ab getan.
Warum ? Weil Schiessen nichts mit Fitness und Kondition zu tun hat. Ich muß ja ab und an nur mal die Flinte heben. Kann jeder.
Peter Schäfer hat mal eine schlichte Rechnung gemacht. Bei 100 Tauben die 4kg der Flinte bewegen - kann sich jeder aus rechnen.
Sehen wir es mal aus einem Blickwinkel einer guten Lebensqualität. Gesundheit ist wohl das höchste Gut des menschlichen Daseins. Etwa nicht
Beschäftigen wir uns ein wenig damit und daher meine Frage: Was macht man denn nun am Sinnvollsten ?
Eines ist wichtig: Es muß Spaß machen !
So einiges werde ich nach und nach mal ein stellen. Ich fange mal hiermit an, einfache Übungen :
Eines meiner Lieblingsgeräte: das Wackelbrett ( ehe ich´s vergesse. immer ein Aufwärmtraining vorab). Hervorragend für Balance/ Gleichgewicht geeignet. Und der "gesamte Körper steht unter Spannung. sämtliche Muskeln - vorallendingen die Inneren - werden gefordert. Auch für die in letzter Zeit oft erwähnten Faszien ( Bindehaut Gewebe) hervorragend geignet.
Dehnungsübungen, sehr verkannt, deshalb, weil sie recht anstregend sein können. Halte ich für sehr verkannt. Wir wollen doch geschmeidig bleiben :-) und dieses ist gut für Rücken/ Hüfte und vieles mehr ( nicht übertreiben für Ungeübte).
hier bekommt man keine Probleme mit der Leiste, dehnt Wade und auch den A.... -) links und rechts.
Hierbei belasse ich es erstmal. Ist nunmal ein sehr umfangreiches Thema welches auf weniges aber notwendiges beschränkt sein sollte.
Edward


be fair
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#14

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 19.01.2017 23:11
von edward • 2.393 Beiträge

Theorie muss auch umgesetzt werden. Manchmal etwas mühselig aber macht doch auch Spaß und wenn sichbesser. Das wollen wir doch und .....motiviert. Also noch ein paar Bespiele die jeder kann:
Wie erwähnt - das Aufwärmen. Ganz wichtig. Bringt Kondition, man kommt aus der Puste ( Herz/Kreislaufsystem) und der Schweiß rinnt. Das Gehirn registriert - Oh, da passiert was - ich muß arbeiten. Wenn ich nur das Gehirn arbeiten lasse, quasi den Körper aus schalte sagt das Hirn: " Körper du bist überflüssig, wird´s nicht mehr benötigt".
Eines der effektivsten Konditions - und Aufwärmtraining: Seilspringen. Es gibt viele schlechte Seile die nix taugen. Es sollte immer ein Stahlseil sein; das schwingt fast von allein und schlabbert nicht herrum. Das Foto ist leider durch die sehr schnelle Bewegung unscharf. Etwa 2 - 10 min (oder länger). Zwischendurch 10 Liegestütze ( nicht auf den flachen Händen sondern auf den Fäusten) und 10 Bauchzieher.
Eine weitere Dehnung. Denken wir an Beine und Hüfte, Becken bzw Bodenbecken. Darauf stehen wir ein Leben lang. Das würde manche künstliche Hüfte ersparen. Ich bin ein Freund der Dehnungen - man achte darauf wie das Herz arbeitet. Und man lernt atmen denn man beraucht ganz schön viel Sauerstoff. Trotz kaum Bewegung.
Bewußte Atmung und an nix denken, aber wirklich an nix. Die Arme gestreckt, offene Handflächen nach oben, die Arme zum Körper ziehen, die Fäuste ballen - quasi die Luft einfangen und so die Luft tief in die Bauchdecke einziehen. Sieht man auch im Foto.
Die Hände öffnen ( die Luft raus lassen) und nach unten langsam fallen lassen. Mein Gesichtsausdruck ändet sich wie man sieht.

Nun anschließend eine "Kraftübung" die es in sich hat. Auf den Ellbogen und Zehen ( nix anderes berührt den Boden) 5 min halten. Werden die wenigsten durch halten. Also mit 1 min anfangen. Das fordert den " gesamten" Körper - komplett. Von den Füßen bis zum Hals/Nacken.
Und bei allen Übungen den Kopf ausschalten !!!!

Edward
Ein wenig kommt noch aber dann ist es auch gut


be fair

zuletzt bearbeitet 19.01.2017 23:13 | nach oben springen

#15

RE: Positives Denken

in Mental & Physisch 20.01.2017 06:27
von Gentleman • 1.535 Beiträge

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Wie recht du hast.......wer rastet der rostet.

Bedenkt man das die Neandertaler am Tag 15 Kilometer und mehr zurücklegten, erklärt sich, dass wir fast alle einen erheblichen Bewegungsmangel aufzuweisen haben, der nicht nur Übergewicht, sondern auch Skeletterkrankungen und andere gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann. Die täglichen 15 Kilometer zu Fuß zurückzulegen, ist bei unserem heutigen Lebensstil allerdings kaum mehr realisierbar – aber auch nicht notwendig. Wie die Bewegung erfolgt, ist dem Körper grundsätzlich egal, regelmäßige Bewegung ist allerdings sehr wichtig.

Wie viel Bewegung in den täglichen Tagesablauf eingeplant werden sollte, ist allerdings schon eine Frage der beruflichen Tätigkeit. Eine rein sitzende Tätigkeit verlangt mehr Ausgleich als eine Tätigkeit, die in Bewegung ausgeführt wird. Gleiche Regel für alle ist aber, dass der Puls täglich einmal für etwa 30 Minuten auf das altersgemäße Höchstmaß hochgebracht werden sollte. Die Faustregel lautet hier 180 minus Lebensalter. Ein 40jähriger Erwachsener sollte also für 30 Minuten täglich den Puls auf 140 Schlägen halten. So können Herz und Kreislauf und auch die Atemwege gesund gehalten werden und auch die Kondition bleibt ausreichend erhalten.

Ansonsten ist es neben der Erzielung von einer höheren Pulsfrequenz mindestens einmal täglich insgesamt wichtig, mehr Bewegung in den oftmals sehr bewegungsarm verlaufenden Alltag zu bringen. Treppen steigen statt der Fahrt mit dem Lift kann Bewegung bringen, die für die Gliedmaßen und die Muskulatur wichtig ist und der zu Fuß zurückgelegte Weg, bei dem auf das Auto verzichtet wurde, ist ein weiteres Plus auf dem täglichen Bewegungskonto.

Bewegung und Bewegung müssen hier allerdings unterschieden werden und das tägliche Mehr an Bewegung durch Treppensteigen und den Weg, der zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt wurde, ersetzt die regelmäßige bewusste Erhöhung der Pulsfrequenz durch aerobe sportliche Betätigung leider nicht.

Neben der „normalen“ bewussten Bewegung im Alltag, wie Treppen gehen und Spaziergänge, bieten sich für ambitionierte Menschen zwei grundsätzliche Bewegungsarten, am besten in Kombination, an: Das Ausdauertraining und der Kraftsport.

Ausdauertraining
Die schon oben erwähnte tägliche Anhebung der Pulsfrequenz für 30 Minuten auf das altergemäße Höchstmaß, ist durch eine Ausdauersportart am besten zu erreichen. Die bekanntesten und auch beliebtesten Bewegungsformen für die Ausdauer sind Joggen, Schwimmen und Radfahren. Aber grundsätzlich ist jede Bewegungsart, die unseren Kreislauf fordert in Ordnung, jeder hat hier sicherlich seine Vorlieben. Wie wäre es zum Beispiel mit Tanzen? Durch ein bewusstes Ausdauertraining werden das Herz, die Lunge, die Durchblutung der Organe sowie die Muskulatur und die Gelenke gefordert und in ihrer Leistung gestärkt. Sehr positiv wirkt sich ein Ausdauertraining zudem auf das Immunsystem und den Fettstoffwechsel aus.

Kraftfsport
Der Kraftsport hat das Ziel des Muskelaufbaus. Eine gestärkte Muskulatur ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde Körperhaltung und sie entlastet und stabilisiert die Gelenke. Wird die Muskelmasse im gesamten vergrößert, hat dies auch noch einen weiteren nicht zu unterschätzenden Vorteil: Je mehr Muskelmasse wir besitzen, desto höher der Energieverbrauch, auch im ruhenden Zustand. Eine gestärkte Muskulatur schafft eine der Grundvoraussetzungen, dass Körpergewicht zu halten oder sogar zu reduzieren. Kraftsport hat zudem nicht unbeding etwas mit Gewichten zu tun, wie sicher die meisten denken werden. Die Muskulatur lässt sich auch ohne Gewichte aufbauen und stärken. Zum Beispiel gibt es spezielle Übungen die nur mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten, die sogenannten Bodyweigh Exercises. Aber auch Mountainbiken, Yoga oder Pilates eignen sich sehr gut für den Muskelaufbau. Wie viel Muskeln aufgebaut werden, ist selbstverständlich von der Intensität der Übungen abhängig.

Beide Bewegungsarten sind vornehmlich in der Kombination ideal, um eine ganzheitliche körperliche Gesundheit und Fitness zu erlangen. Viel Flüssigkeit und eine gesunde Ernährung runden die sportliche Betätigung ab.

Fazit
Ob sich letztendlich aus der täglichen Bewegung eine Vorliebe für eine bestimmt Sportart entwickelt, soll jedem selbst überlassen bleiben. Wichtig ist und bleibt, dass Sie sich täglich, also regelmäßig, mind. 30 Minuten bewegen und dabei Ihre Pulsfrequenz altergemäß erhöhen. Übermäßigem Aufwand bedarf es also insgesamt nicht, um das tägliche Bewegungskonto im gesundheitlich günstigen Bereich zu halten.

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Beim Flintenschießen, wird zuviel theoretisiert und zu wenig geschossen.
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