#1

Tauben

in Wingshooting 15.02.2015 17:17
von edward • 2.381 Beiträge

Samstag ein wenig auf Tauben gewesen. Ich war recht zufrieden; zwei Tauben sind leider angebleit aber 6 kamen runter. Und ein paar Tauben habe ich leider verpennt, ebenso 2 Krähen. Das kommt davon wenn man grad mit der Thermokanne beschäftigt ist
Ich hatte die Winchester mit, 1/4 - 1/2 Choke und 2,8 Eley Patronen. Aber so ganz glücklich war ich dennoch nicht. Einige Tauben mußte ich mir leider packen.
Beim heutigen Rupfen ist mir aufgefallen das die Tauben "wenig" Bleikügelchen ab bekommen hatten. Drei bis fünf Kügelchen. Mein Eindruck ist die 1/4 Bohrung für eine Entfernung über die Baumwipfel zu offen ist. Die Tauben hätten ja fast "durchschlüpfen" können. Vielleicht auch aufschlußreich für´s Wurfscheibenschiessen.
Über die Baumwipfel scheint eine etwas engere Bohrung , die die Deckung besser zusammen hält , doch angebracht zu sein.

DSC00004.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)IMG_8976.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)IMG_8977.JPG - Bild entfernt (keine Rechte). Zuletzt hatte ich auf den oberen Lauf umgeschaltet.
Edward


be fair

zuletzt bearbeitet 15.02.2015 17:22 | nach oben springen

#2

RE: Tauben

in Wingshooting 15.02.2015 19:36
von Gentleman • 1.532 Beiträge

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Foto 1 ist ja schon sehr British...........klasse, ganz in Tweed........nur die "falsche" Flinte.......;-).....

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Flintenschießen. - Es geht um den perfekten Treffer. - Flintenschießen ist die freiwillige, individuelle Konfrontation mit der Notwendigkeit, sich zu verbessern. Mit der Erkenntnis, dass gut nicht gut genug ist. Mit lebenslangem Lernen, wohl wissend, dass Perfektion unerreichbar bleibt.
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#3

RE: Tauben

in Wingshooting 15.02.2015 21:44
von edward • 2.381 Beiträge

Stimmt, die Flinte passte nicht. Ich hatte die O/U wegen den Wechselchokes genommen. Meine Sauer&Sohn, die schon recht eng schießt, wäre wohl die bessere Wahl gewesen.
Der Tweed ist tatsächlich Vorteilhaft bzw nicht verkehrt. Der Stoffton passt sich ganz gut an. Ein Jungjäger kam in Camouflage; hatte auch nicht mehr Erfolg. Sogar etwas weniger. Im lichten Wald auf Tauben muß man sehr wachsam sein und sich still verhalten. Sie sind plötzlich da; dann muß es schnell gehen. Das ist ansich die ganze Kunst. Die Tauben reagieren unglaublich schnell und weg sind sie.
Ich war nie ein Freund von Tarnklamotten vom Militär. Was teils angeboten wird ist ein trend womit Geld verdient wird.
Wenn man konzentriert hinter einem Baum steht darf man den Himmel nicht außer Augen lassen, man sieht sie von weiten kommen und dann muß es schnell gehen. Genau in dem Moment wo sie in den Wipfeln einfallen wollen muß es bum machen.
Auf dem Feld ist es auch nicht anders: wenn sie kommen und einfallen wollen muß es bum machen.
Viele Jungjäger haben oft keinen Erfolg: das liegt daran das sie unaufmerksam sind. Dreieinhalb Std. Taubenjagd sind hochkonzentrierte 3,5 Std.
Beim Fuchsansitz ist es ähnlich. 3-4 Std nicht dösen oder das Rehwild permanent im Fenglas beobachten. Der Fuchs taucht aus dem Nichts auf, insbesonder wenn die Hasenklage eingesetzt wird. Viele unerfahrene die die Füße nicht still halten können kommen frustriert vom Ansitz zurück: nix gesehen. Sie haben oft nicht auf gepaßt. Aber der Fuchs !!!!
An dem Baum wo ich saß/stand lief mir der Hase fast über die Füße und auch das Rehwild. Ich habe sie zuerst gesehen und mich entsprechent verhalten. So zogen sie ganz in Ruhe weiter.
Das ist Jagd wie ich sie mag.
Genug geschwätzt (wie so oft)
Edward
PS
Man lernt immer dazu. Das nächste mal im Wald eine engere Bohrung; allein schon das die Garbe auch durch die Äste muß. Vermutlich ist das ein Grund mit das von den Ästen die Garbe noch weiter aus ein ander gerissen wird.
3mm Schrot und 1/2 und 3/4 Bohrung wird wohl sinnvoller sein.
Edward


be fair
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#4

RE: Tauben

in Wingshooting 16.02.2015 06:44
von Gentleman • 1.532 Beiträge

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@ - Meine Sauer&Sohn, die schon recht eng schießt, wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

Hmm...mal eine Frage...ist es nicht besser im Wald eine kurze Flinte mit offenen Bohrungen zu nehmen und auf High Birds lange Läufe und enge Bohrungen ?.

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Flintenschießen. - Es geht um den perfekten Treffer. - Flintenschießen ist die freiwillige, individuelle Konfrontation mit der Notwendigkeit, sich zu verbessern. Mit der Erkenntnis, dass gut nicht gut genug ist. Mit lebenslangem Lernen, wohl wissend, dass Perfektion unerreichbar bleibt.
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#5

RE: Tauben

in Wingshooting 16.02.2015 11:36
von edward • 2.381 Beiträge

Kommt drauf an. Kurze Flinten mit offenen Borhrungen wurden im Wald gern genommen. Die Wechselchokes machen´s möglich. Wird aber selten genutzt. Tatsächlich muß ich feststellen das die wenigsten (aber wirklich die wenigsten) sich keinen Gedanken über Bohrung und entsprechender Schrotmuni sich Gedanken machen. Der Großteil kennt nicht einmal die Würgebohrung ihrer Flinte. Mit einigen Jagdfreunden bin ich bei Frankonia gewesen damit die Läufe mal aus gemessen werden. Heute haben fast alle irgenteine Flinte, selten mehrere Flinten die bei Bedarf gewechselt werden. Freund Kalle ist der einzige der eine entsprechende Flinte für die Feldjagd, für den Wald, für Tauben oder Gänse benutzt. In diesem Wäldchen wo ich war kommen die Tauben sehr hoch da die Bäume teils weit über 25m sind. Und dann noch Geäst im Wege. Ich hätte die Winchester mit 1/2 und 3/4 Chokes ausrüsten sollen und 3mm anstatt 2.8mm nehmen sollen.
Eine kurze offenen Flinte ist sinnvoll für Buschierjagd mit viel Gebüsch.
Da ich einen festen Stand hatte wäre auch eine Flinte mit 86er Läufen zu händeln. Viele Tauben flogen hoch über die Bäume hinweg; das waren Tauben für George mit langer Perazzi und Fullchokes. Er schiesst ja nur so.
Edward
In einem guten Tarnzelt ( oder aus Strohballen ) am Feldrand oder sogar auf dem Feld kann man oft Tauben auf recht kurze Entfernung schiessen.
Vorrausetzung ist ein gutes Lockbild.


be fair
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#6

RE: Tauben

in Wingshooting 16.02.2015 12:10
von Gentleman • 1.532 Beiträge

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Einige Gedanken zur Flintenwahl, von Markus Urs Felder Schweizer Flintentrainer und Jäger. Er lernte sein Handwerk bei Gustav Freiherr von Fürstenberg, einem Schüler von Percy Stanbury (WLSS).

Mass für Mass
Es scheint weise und sinnvoll, das Werkzeug zunächst nach dem Anwendungsgebiet zu selektieren:
Ist es für den betreffenden Jäger wichtig und üblich, wenige Schüsse auf weite Distanzen ins Ziel zu bringen, ohne selbst grosse Distanzen zurückzulegen, so wähle er eine schwere Flinte mit langen Läufen, vielleicht gar eine 80’erLänge und eine enge Würgebohrung. Ein solches Instrument verdaut auch schwere Ladungen und grobe Schrote, ohne unerträglich zu stossen. Ist des Schützen Feld getriebenes Federwild, erküre er, in Erwartung hoher Schusszahlen, eine mittelschwere Flinte: Für Fasanen vielleicht mit 76’erLauf und offener Bohrung, wie ich ihn bevorzuge. Auch für Tontauben wäre diese Kombination meine Wahl. Für pfeilschnelle Mooroder Rebhühner allenfalls eine 71’er oder geringere Lauflänge. Der Waldjäger wiederum wird sich bei der Suche wohl für eine leichte Waffe mit entsprechend kurzen Läufen erwärmen. Vielleicht eine 65’er oder gar noch kürzer, wie beim bewährten Drilling? Sei dem, wie dem wolle. Kürzere Läufe bedeuten in der Regel Gewichtseinsparung und eine leichte Flinte ist für den bewaffneten Wanderer kommod – solange er nicht zu viele, zu schwere Ladungen zu verschiessen hat, die ihm beim Rückstoss die Tränen in die Augen treiben.


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Flintenschießen. - Es geht um den perfekten Treffer. - Flintenschießen ist die freiwillige, individuelle Konfrontation mit der Notwendigkeit, sich zu verbessern. Mit der Erkenntnis, dass gut nicht gut genug ist. Mit lebenslangem Lernen, wohl wissend, dass Perfektion unerreichbar bleibt.

zuletzt bearbeitet 16.02.2015 12:10 | nach oben springen

#7

RE: Tauben

in Wingshooting 16.02.2015 22:48
von edward • 2.381 Beiträge

Sehr schön, fast poetisch von Urs Felder gesagt. In der Praxis sieht es aber leider anders aus. Da sehe ich oft Jungjäger die ihre Flinte vom Großvater geerbt haben. Der Schrotthaufen schiesst auch (vorn kommt Blei raus ), na ja, mit Glück trifft man auch mal was. Und wenn das Ding nicht mehr geht wird ne billige gekauft. Die Ostwestfalen sind keine Flintenjäger. Waren es noch nie. Eine wirklich feine Flinte wird man hier nicht sehen. Mit einer preiswerten Blaser, Beretta oder Browning ist Schluß.
Es ist kein Witz: vor über 20 Jahren habe ich meine Boss verkauft weil ich die hämischen Bemerkungen nicht mehr hören konnte. Ich war es echt leid.
Heute sehe ich das anders und die Dumpfbacken von Neider könnten sich warm anziehen. Gott sei Dank sind inzwischen aber einige sehr kleinlaut geworden.
Urs Felder hat vollkommen recht und ich freue mich was er sagt. Denn so sehe ich es auch.
Der gute alte Fürstenberg war ein Freund des Drillings - wie ich auch. Er hat ihn lobenswert in seinem Buch erwähnt. Ich denke immer daran zurück wie ich mit meinem 16er Krieghoff Drilling 1968 auf der Prüfung 8 von 10 Traptauben schoß. Ohne Gehörschutz, Brille, Schiessweste usw usw.
Und von meinem Ausbilder, Oberförster Caesar, bekam ich einen Anschiß weil ich so wenig Tauben traf .
Ach Gott, die Zeiten haben sich geändert
Edward
PS
Leider habe ich den Eindruck das Poeten wie Urs Felder und G. von Fürstenberg aussterben. Der Zeitgeist wird ein anderer.


be fair

zuletzt bearbeitet 16.02.2015 22:54 | nach oben springen

#8

RE: Tauben

in Wingshooting 17.02.2015 06:52
von Gentleman • 1.532 Beiträge

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Leider habe ich den Eindruck das Poeten wie Urs Felder und G. von Fürstenberg aussterben. Der Zeitgeist wird ein anderer.

Ein kleiner Bericht über Markus Urs Felder......

Der Stil ist unverkennbar, eine Zeitreise zurück in die viktorianische Zeit Englands. Das Morgenlicht streicht über schwere Möbel, knarrende Holzdielen, an der Wand hängt ein vor langer Zeit erlegter Tiger, im Schrank stehen hundert Jahre alte Flinten. Es empfängt uns ein Herr im klassischen Tweed, der Flintenschiesslehrer.

Weiter hier : http://www.cigar.ch/cig/themen/2012_01/flinte.php

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Flintenschießen. - Es geht um den perfekten Treffer. - Flintenschießen ist die freiwillige, individuelle Konfrontation mit der Notwendigkeit, sich zu verbessern. Mit der Erkenntnis, dass gut nicht gut genug ist. Mit lebenslangem Lernen, wohl wissend, dass Perfektion unerreichbar bleibt.

zuletzt bearbeitet 17.02.2015 06:53 | nach oben springen

#9

RE: Tauben

in Wingshooting 17.02.2015 10:50
von edward • 2.381 Beiträge

Schade das man diese connoisseurs des Flintensportes vermutlich nie kennen lernen wird.
Wenn ich an die ein und anderen "Flintenexperten" denke (die sich immer wieder in´s Gespräch bringen, insbesonders der "Eine" mit seinem Sarkasmus ), na ja, kann man drauf verzichten.
Edward


be fair
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#10

RE: Tauben

in Wingshooting 18.02.2015 08:02
von Volkmar • 34 Beiträge

Hallo Edward,

Waidmannsheil zu Deiner Taubenstrecke. Letzte Woche war ich draußen, konnte aber nur 2 Tauben u. 2 Krähen erlegen. Es war sehr wenig Anflug.
Deshalb 6 Tauben sind besser als in die hohle Hand....................

Taubenheil
Volkmar

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#11

RE: Tauben

in Wingshooting 18.02.2015 10:38
von edward • 2.381 Beiträge

Die Taubenflüge sind sehr unterschiedlich. Bei mir sind momentan kaum welche. Diese schoß ich im Raum Gütersloh. Strecke insgesamt 19 Stk.
Ich vermute das viele Tauben nicht mehr aus den Nordischen Ländern kommen sondern da bleiben.
Auch Krähen, bis auf die Standkrähen, sind nicht viele da.
Edward


be fair
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#12

RE: Tauben

in Wingshooting 14.02.2016 11:58
von Volkmar • 34 Beiträge

Gestern Nachmittag für vier Stunden nochmal auf Tauben gegangen. Endlich mal kein Regen. Es war etwas bewölkt und ein wenig windig. Die ganze Saison gab es wenig Bewegung. Es war viel zu warm .Die großen Schwärme fehlen, weil es in Skandinavien, Polen und den baltischen Staaten auch im Winter wärmer wird und die Ringeltauben nicht mehr ziehen. Sei es drum. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. In "meinem" Erlenbachgrund steht eine einzelne Eiche und dort fallen die blauen Bomber schon mal ein. Nach zwei Stunden hatte ich drei Tauben. Mein Krähenlocker brachte mir eine Krähe in gute Schussdistanz..............die schoss ich überhastet vorbei! Ich hatte nicht richtig mitgeschwungen. Zwei weitere Tauben hatte ich beim Einfallen verpennt. Dann lockte ich wieder zwei Krähen heran und eine erlegte ich dann wunderbar "überkopf". Gegen halb fünf schoss ich dann meine vierte Taube und machte "Feierabend". Die Suppe war gesichert. Kleines Waidwerk, aber feines Waidwerk. Ich gehe immer noch gerne auf Tauben. Tauben.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Waidmannsheil
Volkmar
Münsterl.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


zuletzt bearbeitet 14.02.2016 17:51 | nach oben springen

#13

RE: Tauben

in Wingshooting 14.02.2016 17:29
von edward • 2.381 Beiträge

<Volkmar>

Waidwerk, aber feines Waidwerk. Ich gehe immer noch gerne auf Tauben.
Genau so ist es. War Samstag auch auf einer kleinen Taubenjagd. Ich finde sie imme, eine habe ich nicht gefundenr wieder spannend. Man muß aufpassen. Sie sind mit einen mal da. Ich habe nur 3 Tauben und 2 Krähen (bzw 3, eine habe ich nicht gefunden).
Ich hatte ein Problem: falsche Chokes - zu offen - engere währen besser gewesen da die Tauben auf sehr hohe Bäume einfielen. Und dann hätte ich anstatt 2,8 besser 3 mm nehmen sollen.
Aber noch ein Problem: Es waren viele Krähen in der Ecke da brachliegende Mais Felder rumherum waren. Und die Krähen haben ein verdammt festes Gefieder. Und ein Problem noch: Nach Tauben kucken und gleichzeitig auf Krähen ist sehr schwierig. An sich geht nur eines. Ich hatte die Krähe als Lockmittel hin gelegt was gut funktionierte. Aber sie waren recht weit und 2,8 mm reicht nicht aus. Daher habe ich auch einige Krähen nicht bekommen.
Aber als Gast wußte ich es nicht besser.
Ich mache jetzt was ganz verrücktes: Krähensuppe Taubensuppe ist was ganz feines. Warum nicht Krähensuppe
Aber wie ich feststellte ist das rupfen der Krähe sehr mühselig. Verdammt festes Gefieder; also nur Brustfleisch heraus lösen.
Edward
IMG_9744.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)


be fair

zuletzt bearbeitet 14.02.2016 18:10 | nach oben springen

#14

RE: Tauben

in Wingshooting 14.02.2016 17:44
von Volkmar • 34 Beiträge

Waidmannsheil Edward!

Ne, so experimentierfreudig bin ich nicht. Die Engländer essen auch alles![ Die wirklich "Alten" erzählen immer, dass in eine Taubensuppe, für den Geschmack, auch ein Eichelhäher gehört. Die Krähenbrust sieht richtig gut aus. Berichte doch mal wie es schmeckt!!

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#15

RE: Tauben

in Wingshooting 14.02.2016 17:55
von edward • 2.381 Beiträge

Eine Krähensuppe wird sich sicher nicht durch setzen. Eine Taube habe ich ruckzug gerupft. Das Gefieder der Krähe sitzt verdammt fest. Aber da die Krähe ähnlich wie Schwarzwild Allesfresser ist müßte die Krähenbrust eigentlich delikat sein.
Na mal abweten.
Edward


be fair
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