#1

Bisley Shooting Ground

in Technik 08.06.2014 22:24
von edward • 2.346 Beiträge

In der Fieldsport lese ich einen interessanten Bericht von John Heagren, Shooting Manager.
Er analysierte genau die technik eines Schülers und das möchte ich gern einmal kurz schildern. Vieles ist bekannt und nicht neu. Dennoch, ich denke dass man es sich immer auf´s neue vor Augen halten sollte.
Konstantes Schießen ist ihm wichtig: ...consistency is the holy grail.... nett formuliert
10 völlig identische clays (....) werden oft nur etwa 7/8 Treffer zugezählt. Warum nicht alle 10 ? Sind alles die selben Tauben !
Es ist eine Sache der perfekten Technik,; so John Heagren.
Für mich (persöhnlich) auch eine Frage des mentalen Trainings. Trifft aber nicht für jeden zu.
Für Heagren grundsätzlich eine Sache der Technik. Aber darum ging es auch.
Der Schüler sah sich selbst nicht weit entfernt von erfahrenen engl. Schützen in " style and technic" entfernt. Selbst unterrichtet durch viele Turniere und unterstützt von Schützen aus dem Familien Kreis und gute Freunde.
John Heagren zählt zu den Besten in England und schlug erst kürzlich die 19 besten first class Schützen auf der Super 7 Challenge.
Bei den ersten sehr einfachen clays sagte Heagren: 80% vieler Schützen sind Talentiert, 20% sind Techniker. Um eine Continuität zu erreichen mußt du es umdrehen. Du wirst nicht nur konsequenter schießen sondern auch "leichter" und du wirst mehr "Zeit fühlen".
Heagren führt weiter aus, nach dem ersten Durchgang: "Du kannst sie alle treffen, aber du machst es dir selber schwer, du hast die Fähigkeit, aber Mängel in der Technik".
( ...shortage of ability but somewhat lacking in technique)
Eine Aussage die ich oft genug bei mir auch feststellen konnte.
Heagren geht dann weiter: er fängt ganz unten an, bei den Füßen. Und dann kommt der qualifizierte Trainer in´s Spiel. Wie sehen uns nicht selbst; dass sieht nur der instructor.
Wurfscheibenschießen ist eine technik von den Füßen bis zum Kopf. Ein erfahrener Schütze und Standaufsicht bei uns schaut kurz auf seine Fußstellung und bringt sie kurz vor dem Abrufen in Position. Weniger erfahrenen Schützen sehen oft den Sinn nicht, sie achten garnicht darauf.
Sie haben "good footwork" noch nicht begriffen.
Heagren führt weiter aus: Wir lesen viel in Magazinen und Bücher, reden tun wir auch drüber und schauen uns DVDs an. Nur wir sehen uns nicht selbst !
Für Heagren ist es entscheident seinen Schülern von den Füßen über Arme/Hände, Schulter und Kopf alles in die richtige Position zu bringen.
Und zwar bevor er die Flinte an die Schulter bringt. Viele, auch gute Schützen "gehen" in den Schuß hinein. Das sieht er als Fehler.
Erst muß die Position absolut stimmen. Sonst sind Fehlschüsse vor programiert bzw Treffer mit Randschrote. Und das möchte er vermeiden.
Die gesamte Körperhaltung beobachtet Heagren sehr genau. Die Beugung des Oberkörpers und die Haltung der Arme. Er legt dem Schüler die Hand auf den Rücken und der jenige welcher durfte erst wieder "gerade" werden wenn er die Hand wieder wegnahm. Das beugt ein vorheriges Heben des Kopfes vom Schaft vor.
Es geht in diesem Bericht ausschließlich um Technik. Mein beliebtes mentales Training bleibt außen vor.
Aber richtige Grundtechnik ist nunmal eminent wichtig.
Auf unserem Stand schießt ein junger Mann dessen Papa und Mama auch schiessen. Aber ihm fehlt das was Haegren von Anfang an sagte:
konstantes Schießen.
Wenn ich ihm zusah dachte ich oft: mentales Training wäre der richtige Weg. Dann würde er nicht nur 12/15 oder 13/15 Tauben schießen (Trap-Skeet). Es bringt nichts ihm zu sagen das er vorbei geschossen hat. das weiß er selber. Nicht gut finde ich wenn dann aus Frust die Schrothülse in den Korb geworfen wird das sie wieder herrausspringt. Das ist der falsche Weg.
Jedenfalls scheinen die Briten den Stein der Weisen - mehr oder weniger - gefunden haben.
Wenn sich auch vieles widerholt; es ist immer aufschlußreich solch interessante Berichte zu lesen.
Edward
irgentwann teste ich es mal selber


be fair

zuletzt bearbeitet 08.06.2014 22:25 | nach oben springen

#2

RE: Bisley Shooting Ground

in Technik 04.09.2014 14:52
von kingklops • 356 Beiträge

klingt gut.. auf meine Emailanfrage hatte man in Bisley aber leider nicht reagiert.. ich werde Holland and Holland Shooting School planen.. 2 Tage Training, ein wenig Sporting und vorab nen Gun Fitting..

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#3

RE: Bisley Shooting Ground

in Technik 04.09.2014 19:55
von edward • 2.346 Beiträge

Das die bei Bisley nicht regiert hatten erstaunt schon; hätte ich nicht gedacht da sie recht bekannt sind.
Ohne ein Urteil abzu geben: Holland& Holland war immer schon sehr bekannt und das non plus ultra. H&H war der erste britische Nobelladen den ich vor ewigen Zeiten mal betrat. Ich hatte es schon mehrfach erwähnt das die von H&H sehr (britisch) freundlich waren im Gegensatz zu anderen.
Sie boten mir im Geschäft eine Schiessstunde auf ihrem shooting ground an. Damals war Ken Davis noch der "Macher".
Er muß ein Genie gewesen sein. Nicht nur als Techniker sondern auch als Mensch.
Ian Coley ist der Nationaltrainer. Ich bin mir nicht sicher ob er der richtige Instructor für uns ist. Er ist mehr derjenige der für die Profis zuständig ist.
Das ist eine andere Liga.
Ich persöhnlich bin ein fan vom guten alten Fürstenberg. Er war sicher nicht der begnadete Techniker aber ein Liebhaber feiner Flinten, ein Liebhaber des Flintenschiessens und einfach nett und sympatisch. Das fehlt mir ein wenig bei einigen "Schiesslehrern". Das Flintenschiessen ist inzwischen ein knallhartes Geschäft geworden. Die Konkurenz wächst....
Aber ich lasse mich gern belehren und es ist auch keine Kritik von mir; ich müßte es im Detail belegen und das kann ich nicht.
Ich neige mehr und mehr dazu mit Freunden zu schiessen und die eigenen Erfahrungen zu teilen.
Einige Bekannte waren bei dem ein und anderen Schiesslehrer.
Und jetzt werde ich fies (sorry): Eine kurzfristige Steigerung konnte ich nicht erkennen
Aber ein Austausch über Erfahrungen mit Instructors ist sehr sinnvoll. Welcher instructor ist der richtige für mich ?
Edward


be fair
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