#1

Nilgänse

in Wingshooting 25.10.2017 18:08
von edward • 2.411 Beiträge

Die unerwünschten Nilgänse haben sich leider auch bei uns im Raum etabliert. Und ihre Bejagung ist nicht so einfach. Wachsames Federvieh wie die Gänse nunmal sind. Oft habe ich sie gesehen, war kein ran kommen und keiner wußte so recht: " Wo sitzen die eigentlich, wo ist der Schlafplatz "?
Sie fliegen hoch und schnell. Einmal umstellten wir ein Schoof - 6 Vögel - und kreisten sie immer enger ein. Wir kamen fast auf Schrotschuss Entfernung ran aber die stiegen so schnell hoch das sie außer Reichweite waren.
Ich hatte am Sonntag Abend ein paar Ecken ab gelaufen und siehe da - an einem kleinen Teich sah ich sie.
Schnell wieder weg, nicht stören. Am nächsten Tag etwas Mais hin gebracht. Heute morgen im Dunkeln vorsichtig zum Teich geschlichen, hinter einem Gebüsch still gesessen. Nach ca 20 min hörte ich sie trompeten ( sehr unmusikalisch ). Also waren sie da. Nach weiteren 20 min wurde es langsam heller da sah ich sie auf dem Wasser. Sie schwammen an Land, jetzt keine falsche Bewegung machen.
Eine konnte ich dann schiessen, die andere machte einen Blitzstart, keine Change, außerdem war der Busch im Weg. Die Purdey mit Eley, 2,8mm machte einen guten Job.
Zu Hause zog ich das Federkleid ab. Mühselig, die haben vielleicht eine Federkleid. Ich suchte die Einschläge. Nix zu finden außer am Hals.
Das ist der Hammer Nur der Hals hatte Treffer. Die haben solch ein starkes Gefieder das man immer auf Kopf und Hals schiessen sollte. Dicke Patronen bringen nix. 36g mit 3,2mm hauen auf 30/35 m und weiter auch nicht durch. Und näher kommt man nicht ran. Also eine gut deckende Patrone ist immer sinnvoll und 2,8 mm - gute Deckung auf den kleinen Kopf und Hals. Sie haben richtig Wind unter den Schwingen, sind schneller als man glaubt da sie groß sind, also gut vor halten damit Kopf/Hals getroffen werden. Ich kann es nicht untermauern aber ich sag mal: gute 1,5 m sind es mit Sicherheit.
EdwardIMG_1203.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Ist kein Fasan


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#2

RE: Nilgänse

in Wingshooting 06.11.2017 22:12
von edward • 2.411 Beiträge

Jagd ist immer wieder neu und spannend. Gestern Abend hatte ich mal wieder nach den Nilgänsen gekuckt. Ich weiß ja wo sie sind . Aber sie sind nunmal sehr wachsam. In der Dämmerung vorsichtig zum Teich geschlichen und natürlich haben sie mich spitz gekriegt. Weg waren sie mit viel Geschrei.
Lärm können die machen.... Na dachte ich mir, mal warten vielleicht kommen sie zurück. Es wurde dunkel aber der Himmel war schön hell, wir haben Vollmond. Nur eines durfte mir nicht passieren: dass sie in´s Wasser fallen. Ich habe keinen Hund. Und dann hörte ich sie schon von weiten. Sie sind plötzlich wie aus dem Nichts da.Flinte hoch, rums und genau das passierte was ich nicht wollte: sie viel in´s Wasser. Ein zweiter Schuss auf die andere Gans war nicht möglich da Bäume dazwischen waren, leider. Aber was nun ? Ein Jagdfreund mit Hund war nicht erreichbar.
Es half alles nix.Schuhe, Socken und Hose aus und die Gans aus dem Teich apportieren .Der liegt in einem Golf Platz und war Gott sei Dank nicht tief.
Ich hatte aber kein Handtuch mit. Also ne Rund auf dem Platz gejoggt,einmal wurde ich wieder warm und etwas trocken.
Tja, so ist Jagd.
Die Gans hatte so viel Dampf drauf das sie im Schuß 15-20 m hinter mir viel. Auch die Gans vor einer Woche hatte ich mit der Baschieri&Pellagri Mythos MG2 36g und 2,9mm geschossen.
Abends bei einem heißen Tee und nen Schluck Whisky stöberte ich in einem engl. Magazin und der Art. guns for high birds tat es mir an. Da ging es natürlich - wie so oft - bei den britischen Insulanern um die Verschiedenheit von O/U und side by side. Dort ein Lieblings Thema.
Nun, für die Hype auf den high birds in England - bis auf fast 70 yards - mußten neue Flinten her.
Der Art, beginnt mit der Aussage: Mit Ausnahme der black powder, hammers und Damaskus barrels seit etwa dem 1800 Jahrh. hat sich kaum etwas geändert und viele Flinten haben die Original Patente behalten. Nur beim equipment hat sich viel geändert.
Und die Briten kommen gleich mit einem passenden Beispiel: " Tennis ". Tennis Bälle wurden um ca 1870 mit Leder gemacht und mit Pferdehaare gestopft. Handarbeit ! Und die Rahmen der Rackets waren aus schwerem Holz und mit catgut - Darmseiten - gespannt.
Die heutigen Tennis Sportgeräte sind aus Carbon, gespannt mit Synthetic Seiten, die Bälle sind hohl ( mit Gas gefüllt) und aus preiswerten Gummi mit einem Stofffell überzogen.Tennis gespielt wird heute noch wie in den Anfangszeiten.
Und gejagd wird heute auch noch wie vor 150 Jahren.
Der Verfasser Chris Batha fragt: " Würden die sportsmen und sportswomen in der Victorian Zeit die heutige Ausrüstung lieber benutzen "?
" Natürlich ", sagt er.
Also ist doch klar wer würde das nicht machen. Dennoch finde ich das der Vergleich hinkt. Der Tennis Schläger vor über 100 jahren war schwer und unhandlich. Das war aber bei den Flinten keineswegs so
Die meisten engl. Flinten vor über 100 Jahren waren leicht und sehr führig ( ich habe bzw hatte 3 engl. Flinten und die waren sowas von führig das es ein Traum ist und die sind zwischen 70 - 106 Jahre alt ) nur sie hatten kein 70/76er Patronenlager.
Ich habe die beiden Gänse mit einer side by side geschossen. Es waren keine high birds ( die waren im Landeanflug) aber verdammt schnell.
Da spielt die Querflinte ihre Vorteile aus und vorallendingen kann sie schnell nach geladen werden. Da haben anscheinend einige heutige Jäger Probleme mit. Insbesonders im Wild&Hund forum wird die SLF immer mehr bevorzugt. Na ja, wen man 5 Schuss für ein Stück Wild braucht braucht man eine SLF.
Ich lasse es hier erst mal gut sein aber lasse mich noch über den Art. von Chris Batha aus - Fortsetzung folgt.IMG_1225.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Edward


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#3

RE: Nilgänse

in Wingshooting 26.11.2017 19:53
von edward • 2.411 Beiträge

Am Samstag ging es auf Hase, Fasan und Ente im Kr. Gütersloh. Es ist erschreckend wie der Hasenbesatz in den Keller geht. Das sollte zu denken geben....
Auch mit dem Fasan sieht es nicht sehr gut aus. Entsprechend war die Strecke auch gering. Und was mich seit ein paar Jahren erschreckt ist die mangelnde Treffsicherheit mancher Jäger
Diesmal benutzte ich eine leichtere Eleay 2,8mm, 30g. Reicht vollkommen aus für Hase Fasan und Ente, Taube oder Krähe. Bei 30m sollte Schluss sein.
Jedenfalls ist in der Tiefkühltruhe genug bestes Bio - Fleisch für die kommenden Wintertage vorhanden. Das ist Lebensqualität vom feinsten.
Arme Narren die darauf aus Ideologie verzichten und unser Wildpret lieber Wölfen, Füchsen oder Waschbären überlassen. Das ringt mir ein müdes Lächeln ab.
Edward
IMG_1255 (2).JPG - Bild entfernt (keine Rechte)


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